Öffentliche Ausschreibungen in Polen
Die Beteiligung an den Verfahren zur Vergabe öffentlicher Aufträge in Polen wird für Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz immer lukrativer.
Zum einen fließen in den nächsten Jahren in einem erheblichen Umfang Fördergelder der Europäischen Union nach Polen, mit denen öffentliche Projekte (mit-)finanziert werden. Zum anderen ist der Bedarf an öffentlichen Investitionen enorm.
Dieser besteht vor allem in den Bereichen des Umweltschutzes (Müllverbrennungsanlagen, Gasreinigungsanlagen in Kraftwerken), der kommunalen Abwasserwirtschaft (Kläranlagen, Kanalisation), der Infrastruktur (Straßenbau, Modernisierung des Schienennetzes), sowie des Gesundheitswesens (Umsetzung des Standards der Europäischen Union im sanitär-hygienischen Bereich der Krankenhäuser bis zum Jahr 2016, Medizinprodukte).
Hier steigt das Interesse gerade auch am Know-How deutscher, österreichischer sowie schweitzer Unternehmen. Die im Jahr 2012 statt findende Fußball-Europameisterschaft setzt darüber hinaus weitere Impulse.
Der Schlüssel für eine erfolgreiche Teilnahme an den Verfahren zur Vergabe von öffentlichen Aufträgen in Polen ist die genaue Kenntnis der sich ständig ändernden Rechtslage im Bereich der vergaberechtlichen Vorschriften.
Das Vergabegesetz wurde seit seinem Inkrafttreten im Jahre 2004 über 20 Novellierungen unterzogen. Wesentliche Änderungen wurden durch die beiden Gesetzesnovellen vom 05. November 2009 (in Kraft getreten am 22.12.2009) sowie vom 02. Dezember 2009 (in Kraft getreten am 29.01.2010) eingeführt (u. a. Umsetzung der Rechtsmittelrichtlinie 2007/66/EG des Europäischen Parlaments und des Rates der vom 11. Dezember 2007 in das nationale Recht).
Öffentliche Aufträge in Polen