Beteiligung von Drittunternehmen

Das Vergabegesetz enthält zwei Möglichkeiten der Einbeziehung von dritten Unternehmen in die Ausführung eines öffentlichen Auftrags: zum einen kann der Bieter die Ausführung des Auftrags an von ihm ausgewählte Subunternehmer übertragen, zum anderen besteht die Möglichkeit, sich bereits zu Beginn des Verfahrens auf das Wissen und die Erfahrung von Drittunternehmern zu beziehen.

Zusammenarbeit mit Subunternehmern

Das Vergabegesetz enthält den Grundsatz, dass der Bieter die Ausführung eines Teils des Auftrags Unterauftragnehmern übertragen darf. Hier kann der Auftraggeber vom Bieter eine Aufstellung der Teile des Auftrags verlangen, die der Bieter an Subunternehmer zu übertragen beabsichtigt.

Als Ausnahme von dieser Regel sieht das Vergabegesetz die Situation vor, in der sich der Auftraggeber die persönliche Ausführung von wichtigen Teilen des öffentlichen Auftrags bei Bauarbeiten oder Dienstleistungen durch den Bieter vorbehält.

Bezugnahme auf das Wissen und die Erfahrungen von Drittunternehmern

Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich der Bieter bereits zu Beginn des Verfahrens auf das Wissen und die Erfahrung, das technische Potential sowie auf das zur Ausführung des Auftrags fähige Personal und die finanziellen Möglichkeiten von Dritten bezieht, unabhängig von dem Rechtsverhältnis, dass einer Zusammenarbeit mit diesem Drittunternehmen zugrunde liegt. Das bedeutet, dass der Bieter und das Drittunternehmen hier nicht im Rahmen einer Bietergemeinschaft zusammenwirken müssen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Bieter nur dann Bezug auf das Potential Dritter nehmen darf, wenn diese auch tatsächlich bei der Ausführung des Auftrags eingesetzt werden sollen.

Der Bieter ist in der hier beschriebenen Situation verpflichtet, dem Auftraggeber ein Dokument vorzulegen, aus dem sich die Verpflichtung dieser Drittunternehmen ergibt, dem Bieter die zur Ausführung des Auftrags erforderlichen – oben bezeichneten – Resourcen zur Verfügung zu stellen.

Diese Vorschrift setzt zum einen die entsprechenden Bestimmungen der Richtlinie 2004/18/EG über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge in das polnische Recht um (Art. 47 Abs. 2, Art. 48 Abs. 3), zum anderen gibt es den Unternehmen die Möglichkeit der Teilnahme am Vergabeverfahren, die allein nicht über das notwendige Potential verfügen.

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